Abteilung des SC Burgrain feiert 20-jähriges Bestehen: Verein hat bis
2026 insgesamt 93 Kinder ausgebildet
Burgrain – Es begann 2006 mit dem Satz: „Das können wir doch auch!“ Und wie sie das können! Die Einradfreaks des SC Burgrain haben mit einer beeindruckenden Musicalshow in der Turnhalle des Werdenfels-Gymnasiums ihr
20-jähriges Bestehen gefeiert.
Ins Leben gerufen hatte die Abteilung Karen Suppan. Dann wurde die zunächst kleine Truppe immer größer. Inzwischen ist es eine stetig wachsende Sportart, mit derzeit 21 Aktiven und vier Trainerinnen. Der stellvertretende
Landrat Enrico Corongiu lobte dieses Engagement: „Vereine sind wichtig für Sozialkontakte. Besonders stolz kann der SC Burgrain auf Anna Kock sein, die am 24. Juli bei der Weltmeisterschaft in Österreich teilnehmen darf.“
Im Jahr 2012 beschloss das Team nach einem Workshop in Oberammergau, mit einer eigenen Kür im Wettbewerb anzutreten. Bei der oberbayerischen Meisterschaft erreichten sie den dritten Rang. In den folgenden Jahren heimsten die Einradfreaks viele Titel ein. Besondere Siege waren 2016 der süddeutsche Vizemeistertitel mit der Großgruppe sowie in diesem Jahr beim Freestyle-Cup: Dort gewann das Team sechsmal Gold sowie zweimal Silber in
neun Wettbewerben. Freestyle ist die älteste Form des fortgeschrittenen Einradfahrens. Bei Meisterschaften wird nicht nur die Technik bewertet, Performance und Kostüm bekommen ebenfalls Punkte.
Daniel Schimmer, der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, war sichtlich beeindruckt: „Was ihr
auf einem Rad macht, verdient allen Respekt. Es werden viele Trainingsstunden benötigt, damit es so leicht ausschaut.“ Der Verein hat bis 2026 insgesamt 93 Kinder und Jugendliche im Einradfahren ausgebildet.
Für das Jubiläum hatten sich die Trainerinnen Rebekka Meier, Anna Kock, Svenja Geigl und Ute Schiller etwas Besonderes ausgedacht. Angelehnt an die Jugendfilme High School Musical entwarfen sie eine Choreografie für Einräder. Im Mittelpunkt der Handlung standen Troy und Gabriella. Troy war der Superstar in der Schule und seiner Basketballmannschaft, bis Gabriella neu hinzukam. Nach etlichen Turbulenzen verliebten sich die beiden und wie
auch im Film gab es ein Happy End. Die Aufführung war mit großen technischen Schwierigkeiten gespickt, die vom Publikum in der Halle mit tosendem Applaus belohnt wurden. Vorsitzender Andre Baur sagte: „Es sind die Einrad-
freaks, die unseren Verein so besonders machen.“
Abschließend wurde Ute Schiller geehrt und mit einem Freundebuch und Blumen verabschiedet. Seele der Abteilung und Mädchen für alles – das alles war Schiller viele Jahre lang. Nun genießt sie ihren wohlverdienten Ruhestand.
MARIA EITZENBERGER

Quelle: 15.07.2026, Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Lokalsport

